Ellen Ince, Malerin
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Da es wohl den allermeisten Künstlern eher schwer fällt, die eigene Arbeit zu beschreiben, zitiere ich Tim Krieger / RNZ.


"Ellen Ince befasst sich, wie kaum ein anderer Maler mit dem Einsatz des geschriebenen Wortes in der Tafelmalerei. Schrift verschmilzt bei ihr zur Synthese aus Kommunikationsmedium und Gestaltungselement. Die Auseinandersetzung mit der islamischen Kunst gab den Impuls vor dem Hintergrund der westeuropäischen Kunstgeschichte, gut abgelagerte Texte des Menschheitserbes als Ausgangspunkt ihrer Gemälde zu wählen: Die Malereien Inces sind jedoch keine Textillustrationen, eher sind die Worte als Katalysator zu sehen, die das Gemälde hervorgehen lassen, so wie Hefe notewendig ist, einen Teig aufgehen zu lassen..."

"Impulsmalerei wie die Kunst von Hans Hartung und die Poesie einer Richtung der amerikanischen Abstraktion mögen hier assoziiert werden. Nicht nur mit ihrem malerischen Mitteln, auch in ihrer thematischen Befassung geht Ellen Ince dabei aber strikt ihren ganz eigenen Weg."

"Ganz wesentlich für das malerische Schaffen von Ellen Ince ist die Vergänglichkeit, das memento mori, wesentlich ist aber auch die Liebe. Um diese Pole menschlicher Existenz kreist die Arbeit Inces, die sich von jeder Figürlichkeit weit entfernt hat, nicht aber von einer lebendigen Intensität, die aus ihren abstrakten Gemälden strahlt. Kreisformen, blockartige, breite Pinselstriche, Aufrisse, Schichtungen, Schleier werden zu Metaphern menschlicher Grunderfahrungen wie Trauer, Zurückweisung, Hoffnung oder Aufbruch."